Allgemeine Geschäftsbedingungen der Mitglieder der Südwestpfalz Gästeführer IG (G-IG) für Führungen

In den folgenden Bestimmungen ist unter Auftraggeber der Besteller der Führung und unter Auftragnehmer der Gästeführer (Mitglied der G-IG) zu verstehen.

1.Anmeldung und Abschluss des Vertrags
1.1.Mit seiner schriftlichen, fernmündlichen oder elektronischen (Reise-)Anmeldung bucht der Auftraggeber beim Auftragnehmer verbindlich die ausgewählte Leistung und akzeptiert ausdrücklich unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Mit der schriftlichen oder fernmündlichen Bestätigung des Auftragnehmers kommt der Vertrag zustande.
1.2.Der Vertragsabschluss erfolgt ausschließlich auf der Grundlage dieser AGB. Andere Vertragswerke gelten nicht, soweit einzelne Regelungen in den AGB der G-IG nicht enthalten sind.
 
2.Leistungen
2.1.Art und Umfang der vertraglichen Leistungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung in der Auftragsbestätigung. Änderungen bzw. Nebenabreden bedürfen in jedem Falle der Schriftform.
2.2.Der Auftragnehmer behält sich ausdrücklich vor, eine Änderung der Angaben zu erklären, wenn es unumgängliche Gründe erforderlich machen. Der Auftraggeber wird hierüber unverzüglich schriftlich informiert. Die Höhe des vereinbarten Honorars wird hiervon nicht berührt.
2.3.Die Angabe der Führungsdauer ist ein ungefährer Wert, der auf Kenntnissen des Auftragnehmers beruht. Je nach Gruppengröße bzw. anderen Umständen sind Abweichungen von dieser Zeitangabe möglich. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, dies bei der Planung von Anschlussterminen etc. zu berücksichtigen.
2.4.Voraussetzung für eine Teilnahme an den Wanderführungen ist das Tragen festen Schuhwerks (Wander- oder Trekkingschuhe).
 
3.Nicht in Anspruch genommene Leistungen
3.1.Nimmt der Auftraggeber einzelne Leistungen nach Antritt der Reise infolge vorzeitiger Rückreise oder aus anderen Gründen, die der Auftragnehmer nicht zu verantworten hat, nicht oder nicht in vollem Umfange wahr, so hat er keinen Anspruch auf Erstattung bzw. Ermäßigung des vereinbarten Preises.
 
4.Rücktritt durch den Auftragnehmer
4.1.Wird die Vertragserfüllung aufgrund höherer Gewalt(z.B. bei kurzfristig eintretender starker Wetterverschlechterung) gefährdet, beeinträchtigt oder unmöglich, kann der Auftragnehmer von der vereinbarten Leistung zurücktreten oder diese ersatzlos abbrechen. Eine Entschädigung des Auftraggebers wird hier ausdrücklich ausgeschlossen.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Ereignisse können Streckenführung und einzelne Programmpunkte kurzfristig geändert werden.
4.2.Sofern aufgrund zwingender Gründe ein anderer Gästeführer als Ersatz die vereinbarte Führung zu den vereinbarten Konditionen durchführen muss, wird mit dem Auftraggeber Rücksprache gehalten. Auf dessen in §309 Nr. 10 Buchstabe b BGB genannten Rechte wird verwiesen.
 
5.Rücktritt durch den Kunden / Auftraggeber
5.1.Eine kostenlose Stornierung des Auftrags ist bis 10 Tage vor Leistungsbeginn möglich. Sie muss schriftlich erfolgen. Die Stornierung wird wirksam mit der schriftlichen Bestätigung durch den Auftragnehmer.
Der Auftragnehmer behält sich hierbei vor, die vereinbarten und bereits erbrachten Leistungen dem Auftraggeber in Rechnung zu stellen.
5.2.Erfolgt eine Stornierung nach dem 10. Tag und vor dem 5. Tag vor Leistungserbringung wird dem Auftraggeber eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30,00 € berechnet.
5.3.Ab dem 4. Tag vor Leistungsbeginn wird die halbe Höhe des vereinbarten Preises dem Auftraggeber in Rechnung gestellt.
5.4.Bleibt der Auftraggeber am Leistungstag der gebuchten Leistung fern oder nimmt sie aus Gründen, die der Auftragnehmer nicht zu verantworten hat, nicht wahr, wird der im Vertrag vereinbarte Preis in Rechnung gestellt. Hieraus ergibt sich kein Recht des Auftraggebers auf Nachholung der Führung zu einem späteren Zeitpunkt.
Bei gebuchtem Verzehr werden ggfs. bereits angefallene Aufwendungen des Auftragnehmers berechnet.
 
6.Bezahlung
6.1.Soweit nicht anders schriftlich vereinbart, erfolgt die Bezahlung am Leistungstage direkt beim Leistungsträger in bar gegen Quittung.
6.2.Anfallende Eintrittsgelder, Fahrtkosten usw. sind vom Auftraggeber selbst zu tragen, so weit im bestätigten Leistungsumfang nichts anderes schriftlich vereinbart ist. Die entsprechenden Beträge werden vom Auftraggeber vor Ort direkt beim Betreten der eintrittspflichtigen Objekte an der dortigen Kasse gezahlt.
6.3.Werden während der Leistungserbringung Zusatzleistungen mit dem Leistungsträger ausgehandelt, sind diese sofort in bar zu bezahlen.
6.4.Bei Führungen hat der Auftraggeber ein Anrecht auf die volle Leistung bei verspätetem Eintreffen bis 30 Minuten nach dem vereinbarten Termin, soweit es die natürlichen Gegebenheiten bzw. Öffnungszeiten öffentlicher Gebäude, Museen usw. zulassen. Der Leistungsträger ist nach Möglichkeit über die Verspätung, so bald absehbar, zu informieren.
6.5.Kürzt infolge seiner Verspätung der Auftraggeber den zeitlichen Umfang der gebuchten Leistung, ist dennoch der in der Bestätigung vereinbarte Preis zu entrichten.
6.6.Bei einer Verspätung von 31 Minuten und länger kann der Auftragnehmer von dem Auftrag zurücktreten, da eine Führung in der verbleibenden Zeit nicht mehr möglich ist. Der Honoraranspruch des Auftragnehmers besteht in diesem Falle ungemindert fort.
6.7.Bei Verspätung des Auftraggebers besteht kein Anspruch auf Verlängerung der Führung oder Reduzierung des Preises. Die verstrichene Wartezeit geht zu Lasten der vereinbarten Führungszeit.
 
7.Ausschluss
7.1.Ausgeschlossen ist das Recht des Auftraggebers, ihm aus dem Vertrag zustehende Ansprüche an Dritte abzugeben. Ebenso ist der Auftraggeber nicht berechtigt, einen Dritten zu ermächtigen, seine Ansprüche in eigenem Namen geltend zu machen.
 
8.Mitwirkungspflicht
8.1.Der Auftraggeber ist verpflichtet, an der Erfüllung des vereinbarten Vertrags mitzuwirken und evtl. Schäden bzw. Störungen zu vermeiden. Insbesondere verpflichtet sich der Auftraggeber, den Auftragnehmer rechtzeitig vor Beginn der Führung auf Besonderheiten der Gruppe (z.B. Geh- oder Stehbehinderung) hinzuweisen. Sofern ein solcher Hinweis unterbleibt bzw. erst zu Beginn der Führung erfolgt, wird seitens des Auftragnehmers keine Haftung für evt. Notwendigen Leistungseinschränkungen übernommen.
8.2.Evtl. mögliche Beanstandungen sind unverzüglich dem Leistungsträger anzuzeigen. Ansprüche wegen Nichterbringung oder nicht vereinbarungsgemäßer Erbringung von Leistungen müssen innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Leistung schriftlich beim Auftragnehmer geltend gemacht werden. Ansprüche des Auftraggebers verjähren nach 6 Monaten, beginnend mit dem Ende der vereinbarten Leistung.
 
9.Urheberrrecht
9.1.Bild- und Tonaufnahmen des Auftragnehmers sowie Mitschnitte und Tonaufnahmen des Führungsinhaltes sind nicht gestattet.
9.2.Ausgegebenes Bild- und Lehrmaterial darf ohne Zustimmung des Auftragnehmers auf keine Weise vervielfältigt werden.
 
10.Haftung
10.1.Der Auftragnehmer haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmannes für die gewissenhafte Vorbereitung und Durchführung der schriftlich vereinbarten Leistung.
10.2.Die Haftung des Auftragnehmers beschränkt sich auf die Erfüllung des vereinbarten Leistungsumfangs und ist finanziell begrenzt auf die Höhe des vereinbarten Führungshonorars. Diese betragsmäßige Haftungsbegrenzung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Auftragnehmers oder seines Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
10.3.Über die Mitgliedschaft des Gästeführers bei der Südwestpfalz Gästeführer IG besteht über den Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V. eine Berufshaftpflichtversicherung sowie eine Vermögensschadensversicherung. Ausführliche Informationen finden Sie unter: www.bvgd.org.
10.4.Bei der Teilnahme Minderjähriger wird keine Aufsichtspflicht übernommen. Diese verbleibt bei den Eltern, den gesetzlichen Vertretern oder den Begleitpersonen.
 
11.Schlussbestimmungen
11.1.Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht die Unwirksamkeit des ganzen Vertrags zur Folge. An die Stelle unwirksamer Bestimmungen treten in diesem Fall die gesetzlichen Vorschriften.
11.2.Der Kunde / Auftraggeber erkennt diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit dem Tag der Auftragserteilung an.
11.3.Sofern nichts anderes in diesen AGB bestimmt oder schriftlich zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbart ist, findet auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
11.4.Gerichtsstand ist der Wohnort des jeweiligen Gästeführers.